Kreis Steinburg - Mülleimer von SH
Am Donnerstag, dem 31. März 2011, 19.30 Uhr, lud die BUND-Kreisgruppe ins Pädagogische Zentrum Am Lehmwohld zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der
- Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe, der
- BIAB e. V. Lägerdorf, Bürgerinitiative zur Verhinderung gesundheitsgefährdender Abfallbeseitigung bei Holcim, und der
- Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager Schleswig-Holstein.
Thema der Veranstaltung, zu der gut 100 Interessierte kamen:

Kreis Steinburg - Mülleimer von Schleswig-Holstein ?
Aktuell ist z.B. ein Ausstoß von bis zu 250 kg Quecksilber pro Jahr und 50 Tonnen krebserregende Feinstäube von Holcim, Lägerdorf, beantragt. Würden die Kohlekraftwerke in Brunsbüttel gebaut, kämen diverse weitere Schadstoff-Emissionen (incl. Dioxinen) hinzu.
Es ging also um Gefahren für die Gesundheit der Einwohner des Kreises und die hiesige Landwirtschaft durch die ungewöhnlich hohe Konzentration vorhandener Atom- und geplanter Kohlekraftwerke,von Industrie- und Chemieanlagen mit und ohne Müllverbrennung im Kreis Steinburg sowie durch die immer noch drohende unterirdische Einlagerung von CO2.
Die Ursachen sind Großprojekte wie diese:
Zwei Atomkraftwerke, das Industriegebiet Brunsbüttel, die SAVA Sondermüllverbrennungs-anlage, ein Industrieheizkraftwerk und die Phosgenproduktion bei BAYER, das (Müll-)Heizkraft-werk von Steinbeiss in Glückstadt, die Klärschlamm- und Giftmüllverbrennung im Zementofen 11 von Holcim in Lägerdorf, die geplanten Kohlekraftwerke in Brunsbüttel mit gigantischem Schadstoff- und CO2-Ausstoss, die Schiffsabgase auf der Elbe und nicht zuletzt die drohende Einlagerung von CO2 in unterirdischen Salzkavernen.

Eingeladen waren Experten der Bürgerinitiativen, um die im Landesvergleich weit überdurchschnittlich hohe Schadstoffbelastung, der die Menschen im Kreis Steinburg ausgesetzt sind, zu verdeutlichen u. a. am Beispiel von Dioxin und Quecksilber und auf das gesundheitlich schädliche Zusammenwirken der Schadstoffe aufmerksam zu machen :
Dr. Arne Firjahn, Dr. Karsten Hinrichsen, Eilhard Stelzner, Dr. Sven Wiegmann für die BI Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe,
Ingrid Kratzenberg für die BIAB e.V. und
Bernhard Rensink für die BI gegen die Co2-Einlagerung in Nordfriesland.
Nach der Begrüßung durch Rainer Guschel, BUND, moderierte Stephan Klose von der BI die Veranstaltung.

