Ostermontag 2011 - AKW Brunsbüttel

Anlässlich des 25. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986) demonstrierten am Ostermontag, dem 25. April 2011, vor dem AKW Brunsbüttel 6000 Menschen für die endgültige Stilllegung dieses überalterten Schrottreaktors und für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie generell.
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erinnert genauso wie die erneute Atomkatastrophe in Fukushima daran, dass ein tödlicher Super-GAU jederzeit möglich und die Atomkraft trotz aller Beteuerungen seitens der Atomlobby unbeherrschbar ist. Das Unfallrisiko steigt mit dem Alter der Reaktoren, keiner ist gegen Flugzeugabstürze geschützt

Zum Aktionsort in unserer Region war das AKW Brunsbüttel  erklärt worden, das seit fast 4 Jahren wegen eklatanter Sicherheitsmängel still steht und nach dem Ablauf des Halbherzigen Regierungsmoratoriums nie wieder anfahren darf.
Gleichzeitig fanden an 12 bundesdeutschen AKWs Aktionen statt zur Unterstreichung der Forderung "AKW´s endlich abschalten!". 120.000 Menschen waren insgesamt auf der Straße.

Wir fordern: Reaktoren sofort stilllegen, Atommüll-Produktion und -Transporte stoppen, Atomwaffen abschaffen!

Tschernobyltag 2011 am AKW Brunsbüttel
Sternförmig fuhren die 6000 Teilnehmer mit Bussen, Fahrrädern (400 Menschen allein von Wilster aus), Motorrädern (100 Biker von Vaale aus), Segelschiffen (27 "Atomkraft-Nein-Danke"-beflaggte Schiffe) und Autos zur Veranstaltung am AKW Brunsbüttel, die um 14.00 Uhr begann.

Viele der Demonstranten hatten sich schon an den vorgeschalteten dezentralen Mahnmalenthüllungen beteiligt.In der atomaren Sperrzone rund um das AKW Brunsbüttel waren nämlich 5 Orte als Mahnmale für den Atomausstieg festgelegt worden - im Kreis Steinburg 3 davon: 
- Wilster (ca. 800 Teilehmer)  - der Parkplatz am Störsperrwerk (ca. 1000 Teilnehmer) und - Wacken (ca. 400 Teilnehmer).
In Dithmarschen: - St. Michaelisdonn (ca. 300 Teilnehmer)  - Burg (ca. 450 Teilnehmer)
Dort wurden Denkmäler errichtet, die gemeinsam enthüllt werden sollten. Zeitpunkt: 5 vor 12 Uhr

Am AKW Brunsbüttel


Die 6000 Demonstranten hatten sich bei bestem Wetter vor dem AKW auf der Wiese an der Otto-Hahn-Straße niedergelassen. Von der Tribüne sprachen:
- Dr. Karsten Hinrichsen vom BUND
- Detlef Wenzel, zweiter Vorsitzender der IG Metall
- Probt Jürgen Bollmann, amtierender Hambuger Bischof
- die Ärztin Angelika Clausen vom IPPNW
- Dirk Seifert von Robin Wood
- Monika Tietke von der bäuerlichen Notgemeinschaft Gorleben


Forderungen an den Kraftwerksbetreiber zur endgültigen Abschaltung und zum Sofortausstieg wurden am Kraftwerkszaun befestigt.

Mit Bussen, Fahrrädern, Bikes und Autos ging´s dann wieder nach Hause. Wir werden weiter machen, bis unsere Forderungen erfüllt sind.

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