Silvester-Knallerei

Neujahr feiern ohne Böllerei

Trotz der aktuellen „Shopping-Laune“ rät der BUND Schleswig-Holstein zur Neujahrsfeier ohne Böllerei. Alljährlich werden in Deutschland zu Silvester Raketen und Knaller im Gesamtwert von rund 200 Millionen Euro gezündet. Dabei wird nicht nur viel Geld verpulvert, sondern auch die Umwelt belastet. „Ein genereller Verzicht auf Feuerwerke vermeidet unnötige Belastungen für Umwelt, Klima und Gesundheit“, informiert Sybille Macht-Baumgarten, die Landesvorsitzende des BUND Schleswig-Holstein.“

Der Rauch der abgebrannten Feuerwerkskörper belastet die Luft nicht nur mit zahlreichen Chemikalien, sondern ebenso mit gesundheitsschädlichem Feinstaub. Diese Staubpartikel sind für das menschliche Auge unsichtbar. Sie enthalten giftige Schwermetalle und können zu Atemwegserkrankungen wie Asthma führen und sogar Krebs auslösen. Laut Angaben des Umweltbundesamtes ist die Feinstaubkonzentration zu Neujahr in vielen Orten über mehrere Stunden lang um mehr als das Hundertfache erhöht.

Laut BUND stammt rund die Hälfte der in Deutschland eingesetzten Silvesterknaller und Raketen aus China, wo sie zum Teil unter fragwürdigen gesundheitlichen und sozialen Bedingungen hergestellt werden. Der Transport solcher Feuerwerkskörper über weite Strecken schadet auch dem Klima.

Der durch die Explosionen verursachte Lärm stellt für Menschen und Tiere außerdem eine enorme Geräuschbelastung dar. Da viele Tiere ein wesentlich empfindlicheres Gehör haben als der Mensch sind sie vom Neujahrslärm besonders betroffen. Die starken Detonationen können ihren Orientierungssinn beeinträchtigen oder sogar Schockzustände auslösen.

Hinzu kommt, dass Böller und Raketen enorme Berge von Straßenmüll verursachen. In Schleswig-Holstein sind es Jahr für Jahr mehrere Tonnen an zusätzlichem Müll. Dieser enthält neben Papier, Pappe und Kunststoff diverse Chemikalien, die mit dem Schmelz- oder Regenwasser fortgespült werden und Boden und Grundwasser unnötig verschmutzen.

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