Rasenpflege
Grundstein für einen strapazierfähigen Rasen
Viele Gartenbesitzer klagen vor allem nach dem Winter über einen unregelmäßigen Rasen mit zu viel Moos. „Die Vermoosung während des Winterhalbjahrs, in dem das Gras sein Wachstum einstellt, ist ein völlig natürlicher Vorgang“, erklärt BUND Naturschutzreferent Martin Marquardt. „Außerdem ist das Moos in normal beanspruchten Rasenflächen lediglich ein ästhetisches Problem.“
Doch was können Sie tun, damit Sie im Sommer einen gleichmäßigen, strapazierfähigen Rasen haben?
Gräser sind für ein gutes Wachstum auf Nährstoffe angewiesen! Da beim Mähen der Rasenschnitt - und damit viele Nährstoffe - immer wieder entnommen wird, muss öfters nachgedüngt werden. Hierzu eignet sich bestens fein gesiebter Kompost, den viele Kompostwerke jetzt sehr günstig anbieten (Kompost aus dem Kompostwerk ist wegen der hohen Rottetemperaturen garantiert unkrautfrei!). Am wirkungsvollsten sind mehrere kleine Gaben, gleichmäßig verteilt, ab Anfang Mai bis Ende September. Synthetische Rasendünger bewirken oft ein kurzzeitges, sehr starkes Wachstum, der Rasen wird zwar dicht, aber Sie müssen sehr häufig mähen, also sparsam dosieren.
Rasengräser lieben Kalk! Durch den ständigen sauren Regen, sinkt der Säuregrad (pH-Wert) des Bodens. Dagegen hilft nur regelmäßiges Aufkalken mit Gartenkalk, am besten als Granulat. Eine Bodenuntersuchung für Nährstoffe und pH-Wert gibt Ihnen wichtige Hinweise, was zu tun ist (Z.B. bei der LUFA-ITL GmbH, Tel. 0431-1228-0).
Gräser brauchen Luft! Maschinelles Vertikutieren schadet nicht, sondern regt das Wachstum des Wurzelgeflechts an. Solange aber die Standort- und Bodenverhältnisse nicht zugunsten der Gräser verbessert werden, wird das Moos immer wieder kommen. Vom Einsatz von Eisensulfat (Fe2SO4 - auch in vielen Rasen“düngern“ enthalten) wird abgeraten, dieser Stoff ist ein Pflanzenbehandlungsmittel und muss mit Vorsicht gehandhabt werden.
Gräser sind Lichtpflanzen! In schattigen Gartenteilen und unter Bäumen werden Sie standortbedingt immer etwas Moos im Rasen haben. Schneiden Sie im kommenden Winter die Büsche zurück und lichten Sie angrenzende Bäume ordentlich aus.
„Anfang Mai, fängt der Rasen wieder richtig zu wachsen an“, erklärt Martin Marquardt weiter. „Wenn Sie ihn mit Nährstoffen und Kalk, und bei großer Trockenheit mit ausreichend Wasser versorgen, werden Sie den ganzen Sommer über viel Freude am frischen Grün haben, auf dem gerne getobt und gespielt werden kann.“


