Heckenschnitt

Augen auf beim Heckenschnitt

 

Für die Hainbuchen-, Liguster-, Berberitzen- und die vielen anderen Hecken ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Heckenschnitt gekommen. Die jungen Triebe sind noch wenig verholzt und daher problemlos kompostierbar. Mitte bis Ende Juni werden die Pflanzen mit einem zweiten Austrieb, dem Johanni-Trieb, wieder dicht, bieten den gewünschten Sicht- und Windschutz und bilden zudem einen wertvollen Lebensraum für viele Tiere. Ein regelmäßiger Schnitt ist notwendig, um die Hecke in die richtige Trapez-Form zu bringen und die gewünschte Dichte, Form und Höhe einzuhalten.

"Aber Vorsicht," mahnt BUND Naturschutzreferent Martin Marquardt. "Noch bis Ende Juli brüten viele Vögel, wie Amseln, Buchfinken und Zaunkönige, in den Hecken! Bitte beobachten Sie daher die Hecke vor dem Schnitt einige Zeit auf ein- und ausfliegende Vögel als Anzeichen für Nistaktivitäten. Direkt vor dem Schnitt kontrollieren Sie vorsichtig die Hecke durch Auseinanderbiegen der Zweige auf vorhandene Nester. Wenn in der grünen Pracht Eier oder Nestlinge gefunden werden, muss der Heckenschnitt solange verschoben werden, bis die Jungvögel ausgeflogen sind. Achtung, auch Igel und andere Kleinsäuger sowie manche Insekten haben ihre Nester in Reisig- oder Blätterhaufen unter Hecken!"

Insbesondere Hecken aus heimischen Laubhölzern sind als grüne Mauern im Sommer und mit ihrem bunten Laub und leuchtenden Früchten im Herbst ein wahrer Blickfang. Zudem bieten sie einen wertvollen Lebensraum und Nahrungsquelle für viele Tiere und Insekten, von denen wiederum Amphibien, Vögel und Säuger leben. Hecken aus Kiefern, Kirschlorbeer, Zypressen oder Thuja bieten für die meisten Tiere dagegen keine Nahrung.

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