In Vaale - BUND-Steinburg

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In Vaale

Gartengruppe
Liebe GartenfreundInnen!

Schon als wir auf das Grundstück zufuhren, war zu erkennen, hier wird mit gestalterischen Elementen und Pflanzenkenntnis gegärtnert. An der Garage eine prachtvolle, weiße Rose und statt eines langweiligen Vorgartenrasens hat Aenne ihre Fläche mit einem kleinen Wall eingefaßt. Dieser wurde bunt bepflanzt mit heimischen Wildkräutern (darunter Goldnessel, Orangerotes Habichtskraut und Goldfelberich - sehr zu bewundern, da sie sich stark ausbreiten, ja wuchern können) Zwischen größeren Sträuchern (Harlekinweiden, Rote Haselnuss), Strauchrosen und Stauden werden Durchblicke auf einen Efeubehangenen Eingang und ein Gemüserondell sichtbar - das weckt die Neugier. Vorher geht es noch an einer Benjeshecke als Abgrenzung zur Straße vorbei. Hier werden im Winterhalbjahr für die Dorfkinder Kleinigkeiten/ Wichtel versteckt.
Aber dann das Gemüserondell: ein sechseckiges, selbstgebautes Hochbeet, eng bepflanzt mit Zucchini, Tomaten, Kohlrabi, Kürbis, Mangold, Porree, Fenchel, Sonnenblumen und Bohnen an Schnüren zu einem Zelt hochgebunden. Alles prachtvoll und gesund - da kommen die langen Erfahrungen im Pflanzenanbau zutage. Aenne stellt sich ihre eigenen Jauchen her aus z.B. Brennesseln und Giersch, Schachtelhalm (aus dem Eichtalgarten), nutzt Hornspäne und Gießtöpfe. Alles wird im Kreislauf gehalten, die Materialien immer wieder verwendet, in receykelten Kästen wachsen Kräuter (1/2qm Petersilie habe ich gesehen!). Ein Inselbeet weiter ist ein bunter Staudenhügel angelegt mit einer Käferburg (Birkenstämme 50 cm in die Erde senkrecht eingegraben) und Karden, die Insekten Badestellen bieten. Mit Pappen unter den Steinen wird das Gras gehindert, ins Beet zu wachsen.

Im Durchgang nach hinten sind phantasievoll Pflastersteine verlegt, Betonringe mit noch mehr Gemüse stehen hier, Obststräucher und dickere Birkenstämme stecken eingepackt mit 8mm Shiitake-Dübeln geimpft am Kompostplatz (Bokashi + Holzasche wird verwendet). Hier hat jemand großes gärtnerisches Talent und Erfahrung. Und das zeigte sich hinter dem Haus, wo Aenne sich ihr blickdichtes Refugium geschaffen hat mit einer Rosen- und Weinumrankten Terasse, einem schattigen Strandkorbplatz und einem sonnigen erhöhten Abendsitzplatz. Überall finden sich kleine Rast- und Futterstellen für Vögel und Insekten. Ein kleiner Teich, dahinter Töpfe mit Kräutern. In diesem Garten wird gelebt mit Spaß und Freude!
Die Pflegearbeiten erledigt Aenne im "Vorbeigehen" ; eine Stunde täglich sind es schon. Die Effizienz, mit der sie gärtnert, hat mich sehr beeindruckt. Dadurch haben sich für mich viele Anregungen ergeben, meine Arbeitsabläufe zu optimieren. Für den BUND Eichtalgarten ist Aenne eine große Unterstützerin. Ich bin sicher, alle sind angeregt wieder in den eigenen Garten zurück. Und wir waren eine schöne, interessierte Gruppe -- danke, dass Ihr da wart!! Und Marianne hat die Fotocollagen zusammengestellt!

Herzliche Grüße  Mareike                               Home
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